Was ist bei der neuen Anwendungsregel VDE – AR – N 4101 zu beachten?

    • Sammelschienensystem im unteren Anschlussraum und Hauptsicherungsautomaten (HSA- oder SLS-Schalter)
    • 300mm im obere Anschlussraum, dies bedeutet, dass Zählerschränke nur noch mit einer Gesamthöhe von 1100mm oder 1400mm zugelassen sind

Die Hutschienen im oberen Anschlussraum über jedem Zähler dürfen mit maximal 6 Teilungseinheiten pro Zähler bestückt werden. Die maximale Verlustleistung von 10W ist zu berücksichtigen. (z.B. ein 2poliger FI-Schutzschalter + 3 B16 Sicherungsautomaten)

  • Zur Aufnahme von netzbetreiber-/ messstellenbetreiberspezifische Betriebsmitteln können Räume für Zusatzanwendung (z.B. APZ) erforderlich sein.
  • Optoelektrische Schnittstellen (auch eHz-Schnittstelle) sind grundsätzlich bei allen Zählerplätzen mit BKE-I (eHz-Zähler) einzubauen und die Leitung in den Raum für Zusatzanwendung zu führen.
  • Zur Bündelung der Schnittstellen, sowie zur weiteren Unterbringung von netzbetreiberspezifischen Geräten kann ein zusätzlicher plombierbarer Raum für Zusatzanwendung notwendig werden.
  • Zwischen Zählerplatz und APZ ist eine Datenleitung (min. Cat 5) zu legen, welche an beiden Enden mit einer RJ45-Buchse zu versehen ist.
  • Die RJ45-Buchse ist bei eHz-Zählern im vorhandenen Raum für Zusatzanwendung (über dem Zähler) zu fixieren. Bei Zählerplätzen mit Dreipunkt-Befestigung ist das freie Leitungsende an der Zählertragschiene (Hutschiene über dem Zähler) zu befestigen.
  • Bei Mehrkundenanlagen ist mindestens der Allgemeinstromzähler mit eine RJ45-Schnittstelle auszurüsten.
  • In jedem Zählerschrank ist mindestens eine Spannungsversorgung (z.B. Bestückungspaket ZY35MS) vorzusehen. Diese erlaubt dem Energieversorger ungezählten Strom aus dem unteren Anschlussraum (Sammelschienensystem) in den oberen Bereich über dem Zähler zu legen, um dort den anfallenden Strom für Geräte sowie Sensoren zur Datenübertragung nicht dem Endkunden aufzuerlegen.